"Techno-Rave", Frankfurt, Donnerstag, 22. März 2057

FRANKFURT, 23. März 2057. Zu einer Musik-Nostalgie-Party kam es gestern Abend auf der Dachterrasse von Europas höchstem Hochhaus, dem Petra-Roth-Turm (843 Meter). Der Verein zur Pflege archaischer Musik e.V. hatte zum "Techno-Rave" eingeladen, in Erinnerung an eine längst vergessene Subkultur aus der Zeit der Jahrtausendwende.

Um die entsprechenden Töne erzeugen zu können, hatte man eigens aus dem Deutschen Museum in Edmund-Stoiber-Stadt "Schallplatten" (primitive Tonträger, Anm. d. Red.) besorgt. Als Stargast des Abends war aus dem Wiesenhüttenstift der 92jährige Sven Väth herangerollt worden, der letzte lebende Protagonist der damaligen Szene.

Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei etwa 75 Jahren, aber auch erstaunlich viele junge Leute waren gekommen. "Süß, was meine Uroma damals so getrieben hat", sagt die 15jährige Aride Boumafta, "ich steh aber mehr auf Digital-48Ton-Xumo".

Ach ja: Wie beschrieb Tucholsky einst den Generationenkonflikt: "Die Alten haben vergessen, dass sie einmal jung waren, und die Jungen können sich nicht vorstellen, dass sie einmal alt werden"...

Donnerstag, 22. März 2057, Frankfurt, "Techno-Rave"

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